Multifaktorielle Bildgebung zur individualisierten Vorhersage des Risikos einer postpartalen Depression

 

Projektleitung

PD Dr. med. Natalya Chechko, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Beteiligte

Univ.-Prof. Dr. med. Elmar Stickeler, Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin
Univ.-Prof. Dr. med. Simon Eickhoff, Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) Forschungszentrum
Susanne Stickel, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik


In dem multidisziplinären Projekt der Kliniken für Geburtshilfe und für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, UK Aachen, und des Forschungszentrums Jülich, werden ca. 300 Frauen in der frühen postnatalen Phase (2 bis 4 Tage, T0) nach der Geburt eingeschlossen. Die geplante Studie umfasst eine ausführliche klinische, biographische und familiäre Anamnese, eine Blutanalyse, eine Haarcortisolanalyse, eine MRT-Untersuchung sowie eine Verlaufsbeobachtung der Stimmung in den ersten 12 Wochen nach der Geburt. Zum Zeitpunkt nach der Geburt sowie nach 12 Wochen werden Blutproben entnommen, welche für eine Genotypisierung analysiert werden.

Genetik: Es wird der Polymorphismus 5-HTTLPR des Serotonin-Transporter-Gens (SLC6A4) bestimmt sowie die Transkriptionsgene für den Estrogenrezeptor Signaling Pathway.
Epigenetik: Als epigenetischer Marker wird der Methylierungsgrad des SLC6A4 bestimmt.

Abschließend wird geprüft, ob man durch die Verwendung von multivariaten Lernverfahren das Auftreten einer postpartalen Depression in diesem Probandinnenkollektiv anhand der multimodaler Bildgebung, sowie klinischen und laborchemischen Parametern hätte vorhersagen können.

Forschungsschwerpunkte

  • Klinische/Psychiatrische Untersuchung von postnatalan Frauen
  • Multimodale Bildgebung zur Prädiktion der Wochenbettdepression
  • Laborchemische Prädiktion (Haarcorticol, Genotyp, Blutchemie) der Wochenbettdepression